Parkett oder Laminat?
Die Befürworter von Parkett und die Anhänger des Laminats stehen sich nahezu unversöhnlich gegenüber. Laminat wird eine größere Pflegeleichtigkeit nachgesagt und findet häufig in Kinderzimmern Verwendung. Laminat besteht aus einer Spanplatte, die mit einer Kunststoffschicht verklebt und mit einer Dekorschicht aus Papier versehen wurde. Die Papierschicht kann nahezu alles abbilden, d. h. sowohl Holz als auch Fliesen, und ist optisch von echtem Parkett kaum zu unterscheiden und preisgünstiger. Laminat hat - im Verhältnis zum Parkettboden - jedoch eine kürzere Haltbarkeitsdauer, da die oberste Schicht meistens sehr dünn ist und sich Macken, zum Beispiel durch Steine unter dem Schuh, nicht entfernen lassen.
Echtholzparkett ist - im Gegensatz zu Laminat - fußwärmer. Ist das Parkett nur geölt statt lackiert, können kleinere Beschädigungen problemlos ausgebessert werden, ohne den ganzen Boden abschleifen zu müssen. Je nach Dicke der obersten Holzschicht ist das Abschleifen eines unansehnlich gewordenen Parketts mehrmals möglich. Beim Massivholzparkett ist dies praktisch unbegrenzt oft möglich. Stehendes Wasser nimmt Parkett jedoch übel, da das Holz aufquillt. Auch bilden sich bei hohen Zimmertemperaturen oftmals Fugen zwischen den einzelnen Stäben, in die Schmutz und Feuchtigkeit eindringen kann. Parkett, insbesondere aus Buchenholz, ist daher in Verbindung mit Fußbodenheizung weniger geeignet. Grundsätzlich sollte Parkett in Bad und WC nicht verlegt werden. Lediglich Bambusparkett ist wegen seiner großen Härte und geringen Wasseraufnahme bedingt im Naßbereich verwendbar.
Parkett aus Echtholz hat - wenn es nur geölt wurde - den weiteren Vorteil, dass es sich nicht elektrostatisch auflädt, so dass kein Staub angezogen wird und der Boden länger sauber aussieht. Geölte Böden müssen jedoch alle zwei bis fünf Jahre nachgeölt werden. Sie eignen sich daher für stark beanspruchte Räume, wie die Diele, nicht.